OH MEIN GOTT. Die Zeit in Moab und auch in Telluride war saugeil,
um es mal mit anderen Worten auszudrücken.
50 Deutsche, die Moab rockten, die Parties gemacht haben und mit vereinten
Kräften die 11 Jobs bewältigt haben.
Es gab: Horse Training Assistants, Ranch Hands, Horse Wranglers,
Trail Builders, Event Assistants, Radio DJ’s, Artist Assistants,
Classic Car Restorers, House Builders, Video Assistants und Offroad-Guides.
Und natürlich stand der Fun im Vordergrund. Es hieß ja
schließlich, Part time Job und Full time Fun! Daran haben wir
uns natürlich gehalten. Es heißt ja auch, schlafen können
wir, wenn wir tot sind. Aber ganz ehrlich, ich fühl mich gerade
sehr tot.
Gott sei Dank gab’s gestern auf der Rückreise etwas Schlaf
in Ingmars Kuschelpulli und später auf meiner neuen Reisetasche.
Aber nun erst mal zum Reisereport. Ich kann es leider nur für
die Radio DJ’s ausführlich machen, aber es wird bestimmt
andere geben, die hier auf meiner kleinen MSJ Seite ihren Bericht
veröffentlichen wollen.
Tag 1, Samstag – Zugfahrt und Frankfurter Friendliness
Wää, Zug mit Klimaanlage, was für ein Vorgeschmack
auf Amiland. Gleich nen Hustenreiz mitgenommen und dann total verwirrt
neben einer Quasselstrippe aufgewacht, die den ganzen Zug unterhalten
hatte. Was machte diese Frau in meinem Abteil?
Wie sich dann später herausgestellt hatte, fuhr der Tom-Typ Stein
mit mir im Zug...Zufälle gibt’s!
Vom Hauptbahnhof zum Flughafen und dann gleich rein ins Jobbing-Feeling...Plötzlich
seh ich da so knapp 25 andere...unter anderem den Alex „We’re
not gonna take it“ Hachmeyer und die Chris „Pessimismus
Pur“ Nagel *knutsch*. Den Alex kannte ich ja schon aus dem Camp,
und da war die Wiedersehensfreude recht groß. Man sah dann auch
die anderen und versuchte zu erkennen, mit wem man konnte und mit
wem nicht. Doch es kommt ja immer anders als man denkt J.
Auf mit dem Shuttlebus zum InterConti Airport. Und dann einchecken,
Namensschild kriegen und rein zum Meeting. Ein paar Richtlinien (die
wir gekonnt über den Haufen geschmissen haben) und ab zum Essen.
Ausgehungert wie wir waren, stürmten wir erst das Büffet
und dann die Bar. Marlboro zahlte ja. Und wir nutzten diese Nettigkeit
großzügig.
Manche kamen in dieser Nacht nicht ins Bett, und ich erst so gegen
4 Uhr früh. Denn in dieser Nacht machten wir erste Konversationsversuche
mit Amerikanern, die trotz der Biervielfalt in Deutschland immer noch
ihr beschissenes Bud Light Bier tranken. Da gings rund. Pferdeflüsterer
trafen auf Black-Hawk-Piloten und Bierbäuche auf Muskelpakete.
Aber es war so schön! Ich hätte auch noch stundenlang mit
Aaron und Brent reden können, doch irgendwann fielen mit einfach
die Augen zu und meine Lunge setzte aus. Immer dieses Rauchen! Drum
ging das kleine Maxilein ins Bett, stolperte über die Biggi und
schlug der Länge nach in ihr Bett.
Tag 2, Sonntag – Kommt ´ne Maxi gefliegt
Aufstehen um 7 Uhr...Duschen und Frühstücken, dann
Sachen packen und auschecken, die Leuts des MSJ wiedersehen, die man
am Abend kennengelernt hatte und erst mal eine rauchen. Dann hinein
in den Bus und zum Flughafen, warten, sitzen, reden und hinein in
den Flieger. Ich Arme saß zwischen alten und kranken Menschen
und der eine Sack neben mir schnarchte wie ein Weltmeister. Da half
kein Anstoßen oder mit-dem-Kissen-verprügeln. Aber was
nimmt man nicht alles auf sich, wenn man unbedingt nach Moab will?
Utah der Mormonenstaat. Was solls?
Und als wir frierenden Deutschen aus dem Flugzeug ausstiegen, merkten
wir, wie warm es doch in Denver war. Nun die tolle und aufbauende
Nachricht: Nur noch 7 Stunden mit dem Bus bis Moab...gab es kein Flugzeug
bis Grand Junction, mit dem wir hätten fliegen können? Anscheinend
nicht.
Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön...und
lang...
Nachts, so gegen Mitternacht kamen wir dann in Moab an und übernachteten
in der Big Horn Lodge. Ich hatte Zimmer 119, für die, die es
interessiert.
Tag 3, Montag – Pancakes und Sunfire
Hui, das Aufstehen klappte doch ganz gut, auch wenn ich mein
frisches Gesicht nur der eiskalten Dusche, die in Wirklichkeit nur
laschwarm war, zu verdanken habe.
Das Moab Diner überraschte mit tollem O-Säääft
und leckeren Pancakes. Auch die Fruchtstücken waren sehr „yummy“.
Und dann gabs die Überraschung. Wir gingen geschlossen ins Hauptquartier
der MSJ Aktion und trafen dort auf Dave, Ulla und Rhonda, und auch
auf Kathy. Wir erhielten ein kurzes Briefing und Infos zum Land und
zur den Leuten, auch zu den kleinen giftigen Krabbeltierchen und dann
gabs die Autos. Netterweise hatte Marlboro für jedes Team mindestens
ein Auto, und da wir Radio DJ’s nur 2 Leute waren, Denis „the
Pornking“ Nentwich und ich, Maxi „hab keinen Namen“
Wimmer, hatten wir ein Auto für uns ganz allein. Es war ein silbergrauer
Pontiac Sunfire, brandneu und ziemlich viel Plastik drumherum, aber
an sich eine geile Kiste. Und los gings, erst zum Trailerpark und
in den Trailer rein...ich wohnte im Trailer 1, zusammen mit der Buri
(Event Assistant) und Sonia und Monika (Video Assistants). Dann „tight
schedule“ mit den ersten Besuchen unserer Jobposts. Brian Coulter,
unser Music-Man und Christy, die Frau des Radiosenders KZMU, sind
echt voll in Ordnung.
Abends ging dann die Party ab. Leider habe ich nicht lang durchgehalten
und somit den Auftritt der Polizei verpasst...Schade...
Ab jetzt gibt es keine Gewähr auf Genauigkeit mehr. Irgendwie
ist alles so verschwommen...
Tag 4, Dienstag – Down by the Riverside (oder war es
Tag 5?)
Brian nahm uns am ersten Tag gleich mit an den Colorado River
und spielte auf seiner Gitarre einige seiner Songs, wo wir dann auch
gleich mitsangen. Den einen Song „Riverside“ könnt
ihr euch im Links & Mehr Bereich auch herunterladen oder einfach
nur anhören. Dann waren wir, glaube ich, noch im Studio und haben
ein paar Songs „geedited“. Denis ist echt ein Meister
im WaveLab.
Und danach chillen am Pool und einkaufen. Geheimtipp: Dr. Peppers!
Lecker und sau-ungesund. Genauso wie Vodka-Red Bull...Aber lustig
ist’s...
Heut gab es das erste „BBQ“ von Marlboro bei uns im Trailerpark.
Das amerikanische Bier schmeckt oberscheiße. Und das Steak ist
zu groß gewesen! Dafür war der Mais und der Tequila im
Anschluss sehr gut. Und wer das Pustespiel noch nicht kannte...auch
das war lustig J. Besonders wenn die arme Cindy verloren hatte und
gleich nen doppelten Tequila verabreicht bekam. Aber mich hatte es
auch erwischt. Und so lag ich dann im Halbkoma aufgrund von 4 Bier
und 3 Tequila. Super! Gleich um die Ecke gesoffen. Ja ja...man sollte
halt auf die Mama hören.
Tag 5, Mittwoch – Cruising the LaSalle Mountains
Gleich früh gings los. Wir holten Brian und einige Sandwiches
(Amerika liebt Sandwiches – ich hasse sie derweil) und ab gings...hinein
in die LaSalle Mountains und einen Rundtrip hinauf in luftige Höhen.
Am See setzten wir uns hin und schrieben unser Lied...Und wie hieß
der Lake nochmal? Oowhuaooo Lake? Hä? Können die Amis den
Sachen keine ordentlichen Namen geben?
Wir wählten den Rolling-Stones-Hit „Satisfaction“
und machten daraus „Summer Jobbing“. Das wird der neue
Hit. Mit deftigen Lyrics und nem funky Gitarrenstyle.
Aber der Schlafmangel machte sich auf der Heimreise bemerkbar...schlecht
wenn man müde ist und fährt. Doch wir schafften es noch
rechtzeitig heim und geschlafen wurde dann kurzzeitig im Pool.
Ging noch irgendwas abends ab? Ich kann mich nicht mehr erinnern.
Tag 6, Donnerstag – Cruising the LaSalle Mountains, noch mal!!
Denis wollte unbedingt Bilder machen…daher brachen
wir gegen Mittag oder früher auf und rasten noch mal hoch und
runter. Diesmal fuhr Denis, was darin resultierte, dass wir trotz
wiederholter Stops zum Bilderschießen noch früher zuhause
ankamen, als wenn ich gefahren wäre. Ich fahr halt langsam und
bedacht... :).
Abends gingen wir dann zu Brian und nahmen unsere Lieder auf. Denis
und ich machten unser Remake, und Florian, Fabian und der kleine Olli
(danke für die Atemtechnik) machten ihr „The Sun is shining“
Lied studioreif. Auch diese beiden Songs könnt ihr euch anhören
im Links & Mehr Bereich.
Während der Rest zur Party auf der Ranch war, bereitete ich mich
auf mein Ableben vor. Denn meine Mandeln schwollen plötzlich
auf die Größe von Basketbällen an, ich bekam keine
Luft mehr, konnte nicht sprechen und auch nichts essen oder trinken.
Fast hätte es mit dem Telefonieren nicht mehr geklappt, aber
es ging von den Scouts ja sowieso keiner ran...diese Partylöwen!!
Tag 7, Freitag – Gurgeln und Telluride
Und so versuchte ich, die Nacht zu überstehen mit Eiswürfeln
und Herumgejammere...am nächsten Morgen kam MedizinMann Dave
vorbei und heilte mich mit heißem Salzwasser mit Teebaum- und
Pfefferminzöl. Gurgeln macht Spass. Davon können gewisse
andere jetzt auch ein Lied singen...
Jedenfalls ging es mir so gut, dass ich mit nach Telluride fahren
konnte. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, dann wäre
mit eine ganze Menge entgangen...und ich hätte viele Leute nicht
so „intensiv“ kennengelernt. *zwinker zu Gerrit, Chris
und Ingmar* wie ich es aber Gott sei Dank getan habe.
Die erste Nacht habe ich zwar röchelnd im Bett meines Einzelzimmers
gelegen und ferngeschaut, in der zweiten Nacht überzeugte mich
Chris, doch auch nach dem Abendessen im „Smuggler’s“
um die Häuser zu ziehen.
Ach ja, das Abendessen würde wieder von Marlboro übernommen,
weil wir alle sehr fleißig auf der Schmidt-Ranch gearbeitet
hatten.
Und los ging das um-die-Häuser-Geziehe. Dank Matthew landeten
wir dann schließlich dort, wo der Rest unserer Summer Jobber
schon eingefallen war, nämlich im „Last Dollar“.
Dort feierte der Ingmar seinen 25sten Geburtstag. Happy Birthday to
you, Grosser. Zur Feier des Tages bekam ich einen Drink spendiert:
90 % Jim Beam, 5 % Amaretto und 5 % Cola. Irgendwie hatte die nette
Dame hinter der Theke etwas falsch verstanden :).
Gegen 2 wurden wir aus dem Laden geschmissen, weil um 2 Uhr nachts
einfach alles in den USA zumacht, und ein Amerikaner bot uns an, bei
einem Kumpel weiterzufeiern. Doch wehe wenn 50 betrunkene Deutsche
in eine kleine Wohnung einfallen. Da wird’s erst richtig lustig.
Gerrit schleppte seine sauschlechte Laune nur kurzfristig mit sich
rum, da er von Christina und mir belabert wurde, bis er von allein
aufhörte, so bös dreinzuschauen. Aber ich weiß immer
noch nicht, ob ihn das wirklich geholfen hatte. Ich kann ihn gut verstehen...der
arme Kerl...Am liebsten hätte ich das „Problem“ verhauen!
Halt, es waren genaugenommen 2 „Probleme“.
Zurück im Hotel gab’s dann noch eine Extraportion Geburtstagskuchen
von Ingmar für mich und dann ging ich wieder ins Bett...allein…
Tag 8, Sonntag – Das Rodeo war zu teuer
Und so fuhren wir aus dem regnerischen und kalten *brrr*
Telluride wieder zurück ins heiße Moab. Ingmar, Denis und
ich in einem Auto, leicht verschlafen und verkatert, aber das war
ja schon fast zur Gewohnheit geworden. Eigentlich wollten wir uns
noch einige tolle Dinge anschauen, aber irgendwie fehlte uns der Elan.
Und als wir dann den Standort des Rodeos passierten, schreckten uns
die horrenden Preise von 12 $ ab. Im Nachhinein erfuhren wir dann
jedoch, dass es eigentlich nur 5 Dollar waren...Nun ja. Dafür
waren wir die ersten zuhaus. Und auch die ersten im Pool. Was für
ein Klimawechsel.
Passierte abends eigentlich noch was? Ich habe gar keine Ahnung mehr...Meine
Güte, Ingmar, der Drink, den du mir ausgegeben hast, hat mein
Kurzzeitgedächtnis plattgemacht!!!
Tag 9, Montag – Welcome, you are listening to KZMU
Und da waren wir, Denis und ich, mitten in der Pampa bei
einem Radiosender. Wir labelten uns die Finger wund, damit jede der
CD’s in der Folk-Musik-Reihe ein neues Label bekam. Erinnerungen
werden wach: Four Bitchin’ Babes? Nette Musik...
Dann noch einen Blick in die Milliarden Emails werfen und kurz meinen
Mädels im Chat bescheid geben, dass ich noch lebe. Die hatten
sich nämlich Sorgen gemacht. Besonders die Mel, denn die will
am Mittwoch, dem 4.8.2004 zu mir kommen. Und wenn ich nicht zurückgekommen
wäre, hätte sie keinen Schlafplatz gehabt, das arme Mädel.
Am Nachmittag wieder saufen und im Pool herumgurken...haben wir überhaupt
was anderes gemacht?
Tag 10, Dienstag – Und so labelten sie noch immer
Wieder das große Herumgelabele. Dann ab nach Haus und
in der Sonne brutzeln. Mein Kurzzeitgedächtnis ist immer noch
nicht einsatzbereit. Aber ich glaub, ich hab mir der Anja geschnattert.
Kann das sein? *verwirrt sei*
Mit den Namen hab ich es ja nie so gehabt...Ob nun Samina oder Anna,
oder Catharina und Anja? Wääääääääääääääääääääääääää.
Wie uncool, dass ich mir nichts merken kann. Aber ich glaub, es war
die Anja...was hat die Anja eigentlich noch mal gearbeitet? Wenn sie
eine von der Ranch war, dann kann sie es nicht gewesen sein. *schrei*
Tag 11, Mittwoch – Mit dem Stock im Hintern durch die Show
Whow, ich hätte nie geglaubt, dass ich so steif vor
einem Mikro sitzen könnte. Mit Flusen am Mund und trockener Kehle
hauchten Denis und ich hinein, das Herz schlug bis zum Hals und rutschte
bei jedem winzigen Fehler tief in die Hose. Unser erster Live-Auftritt
bei KZMU. Mit Script und allem Drumherum. Und keiner sagte uns, was
wir machen sollten...Angstschweiß pur und Muffensausen ohne
Ende. Ich war sehr froh, dass es nach 2 Stunden schon zu Ende war.
Und dann das Beste. Wieder ein „Problem“, das ich am liebsten
verhauen wollte. Hab ich jemandem gesagt, wie er oder sie seinen Job
zu machen haben? Warum kommt dann diese eine Person zu mir und sagt
mir, wie ich meinen Job zu machen hab? Nur weil ich innerhalb von
2 Stunden 3 Mal Herbie gespielt hab? Das erste was ein Kultlied, das
zweite ein Wunschlied und das dritte ein Unfall...irgendwie...Trotzdem
noch lange kein Grund, mich so anzumeckern. Es ist ja schließlich
nicht so, dass ich das alle Tage mache und der absolute Profi bin.
Ach ja, die komplette playlist gibt’s auch im Bereich Links
& mehr.
Leider konnten wir mit den anderen zusammen nicht die Reit- oder
Raft-Tour mitmachen. Welche der beiden Touren war denn an diesem Tag?
Ich bin ja so vergesslich.
Später abends gabs dann leckeres Sushi (wo ist der CityMarket?).
Das war eine wahre Freude. Ich und roher Fisch...aber wir haben uns
gut vertragen, der Fisch und ich...
Tag 12, Donnerstag – Noch einmal mit Elan
Und wieder standen wir vor den Mikros, diesmal lockerer und
mit mehr Schwung. Dementsprechend haben wir dann auch Moab gerockt.
Sogar die Meckerer vom Vortag waren still. Danke! Auf jeden Fall,
ich kam mir vor wie der Arno von der Morningcrew, oder wie Dirty Dany.
Also, das war schon ein Erlebnis. Wir hatten auch Anrufer: Dave, Rhonda
und unsere liebe Ulla wünschten sich nen Song, die Kristina von
unserem Team auch, und auch der kleine Olli, der mit Max ankam...Wer
konnte da wohl nicht auf „tonight“ warten?
Denis sandte seiner Freundin einen Liebesgruß über’s
Radio und ich grüßte mit „Naughty Girl“ meine
beste Freundin Mel und nun ja...Denis schien den Sinn nicht so ganz
zu verstehen...er schlich sich von hinten ans Mikro und hauchte etwas
hinein. Das haben dann alle gehört und die arme Maxi wurde knallrot
und wäre am liebsten in einem Mauseloch verschwunden. Aber anscheinend
hat’s gepasst und gefallen. *Glück gehabt*
Abends gab es das Farewell-Dinner auf einem Campground...
Tag 13, Freitag – Denver Clan und Extreme Shopping
Wäääää, wir wollen nicht nach Hause
fahren...Und doch, wir mussten. Die Nacht war saukurz und wir mussten
früh aufstehen...Uns erwartete jetzt eine 7-stündige Busfahrt
nach Denver...das Einsteigen allein war schon schlimm...jeder wollte
sich einzeln setzen, daher waren keine Zweiersitze mehr frei (wie
logisch), aber es wurde geschoben und umgesetzt, so dass man auch
zusammensitzen konnte. Und gleich ging’s ans Weiterschlafen.
Bis auf einige Zwischenstops bei McD oder PizzaHut verlief die fahrt
eigentlich sehr harmonisch und leise...denn alle wollten nur eins:
Schlafen!
Merkwürdigerweise wachten vor Denver alle noch mal auf und so
bezogen wir das HYATT REGENCY DENVER Hotel. Einziges Wort, was mit
einfiel: POSH. Die Zimmer waren nett und die Betten gemütlich.
Dann ging das Shopping los. Christina und ich zogen los und kauften
neue Reisetaschen, um darin alles zu verstauen, denn ich kaufte gleich
wieder den Buchladen leer. Wie immer…
Ach ja, was noch anzumerken wäre: Ich denke nicht, dass irgendjemand
in den ihnen zugeteilten Betten geschlafen. Aber wie dann jemand nachts,
so gegen 4 Uhr früh, bei uns aufm Zimmer anrufen konnte…Ich
hörte nur ein Lallen und ein Murren, Ingmar hörte auch nicht
mehr. Aber dafür legte der andere dann endlich auf und wir konnten
versuchen, noch ein wenig der Schlafsucht fröhnen.
Tag 14, Samstag – Keiner will zurück
Vormittags wurde noch einmal Denver leergefegt, alle Geschäfte
haben durch uns einen Mega-Umsatz gemacht. Und dann ging’s auch
schon los zum Flieger.
Im Flieger dann miese Stimmung, weil die Fluggesellschaft es nicht
hinbekommen hatte, dass wir alle zusammen sitzen konnten. Daher Stunk
und Saufgelage, im Gang herumsitzen und grummeln. Gottseidank haben
alle, auch die Stewardessen den 10 Stunden langen Flug überstanden.
Tag 15, Sonntag – Alles hat ein Ende…
Raus aus dem Flieger und hin zum Zug. Doch vorher gabs ein
riesengroßes Herumgeweine und Auf-Wiedersehen-Gesage. Es war
schon traurig, alle 49 Mitjobber zu verabschieden. Glücklicherweise
fuhren noch ein paar der anderen in meine Richtung, also musste ich
nicht, wie auf der Hinfahrt, alleine fahren. Und so schliefen wir
die Nacht zuvor im Hyatt, und diese Zugfahrt auf dem Boden. Was für
ein Un-Luxus. Was für eine Wortwahl…
Zuhaus angekommen kam mir alles so grau vor, und langsam. Und einfach
nur oll.. Menno…die 2 Wochen waren viel zu schnell vorbei.
„I WANNA GO BACK TO MOAB!“
Das Nachwort
Wäää, ich kann mich kaum noch an etwas erinnern.
Nur an das: Es war eine geile Zeit. Ich habe viele neue Freunde gefunden
und hoffe, dass diese Freundschaften etwas länger halten als
die letzten. Ich muss mich echt mal zusammenreißen, was Freundschaftspflege
angeht.
Ausserdem habe ich so wenig wie noch nie geschlafen und so viel wie
noch nie (oder sehr sehr selten) geraucht und getrunken. Ich hoffe,
dass ich mich immer an diese 2 Wochen Party in Moab erinnern werde!!